Dienstag, 2. September 2014

Antikriegstag und Waffenlieferungen



Am heutigen Montag, dem 01. September 2014, war ja der Antikriegstag. Außerdem fand die erste Parlamentssitzung nach der Sommerpause statt. So berichtete auch die Tagesschau aus dem deutschen Bundestag.

In einem Bericht wurden die stehenden Abgeordneten gezeigt. Der Sprecher sagte aus, dass die Parlamentarier den Opfern der Terrororganisation Islamischer Staat, kurz IS, gedenken. Jedoch wurde verschwiegen, dass heute der Antikriegstag ist und die Abgeordneten sich deshalb erhoben. Und so stolzierte Bundeskanzler Angela Merkel im erfrischenden pink-rosa Blazer herum. Dazu rote Handtasche.

Ich finde es makaber, dass am Antikriegstag deutsche Waffenlieferungen in Krisengebiete beschlossen wurden.

Beschämend finde ich ebenfalls, dass die Parlamentarier sich auf pathetische Art und Weise vorher zu einer Schweigeminute erhoben haben. Hoffentlich erheben sich die Politiker auch zu einer Schweigeminute, wenn sie den Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan und anderen Regionen besiegeln. Hoffentlich gedenken die Politiker dann auch den Opfern, die der Bundeswehr zum Opfer fielen. Wie etwa den Opfern des Luftangriffs vom 04. September 2009 in Kunduz, bei dem der damalige Oberst Georg Klein den Tod von bis zu 142 Menschen zu verantworten hatte.
Es gibt nämlich keine guten oder besseren Opfer.

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